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CSD-Hocketse 2026: CSD-Hocketse 2026: „Lichter der Erinnerung“ und zentrale Gedenkveranstaltung

Im Rahmen des Stuttgart PRIDE 2026 hatte die AIDS-Hilfe Stuttgart e.V. an zwei Tagen zu besonderen Momenten des Gedenkens eingeladen. Beide Veranstaltungen erinnerten an Menschen, die an den Folgen von HIV und AIDS verstorben waren, setzten dabei jedoch unterschiedliche Schwerpunkte.

Samstag: „Lichter der Erinnerung“ mit Nils Wanderer

Am Samstagabend fand die Gedenkaktion „Lichter der Erinnerung“ statt. Zwischen Demonstration, Kundgebung und Feier entstand ein besonderer Moment des Innehaltens. Gemeinsam wurde der Menschen gedacht, die an den Folgen von HIV und AIDS verstorben waren. Gleichzeitig wurde ein Zeichen für Solidarität gesetzt und der Blick auf die Herausforderungen und Hoffnungen der Gegenwart gerichtet.

Nils Wanderer  

  Nils Wanderer

Ein besonderer Höhepunkt des Abends war der Auftritt des international gefeierten Countertenors Nils Wanderer. Unmittelbar nach seinem Debüt an der Metropolitan Opera in New York kam der gebürtige Ludwigsburger nach Stuttgart, um die „Lichter der Erinnerung“ musikalisch zu gestalten.

Mit seiner außergewöhnlichen Stimme und künstlerischen Ausdruckskraft verlieh er der Veranstaltung eine bewegende und zugleich hoffnungsvolle Atmosphäre. Persönliche Worte und musikalische Beiträge schufen Raum für Gedenken, Verbundenheit und Sichtbarkeit.

Die „Lichter der Erinnerung“ standen dabei für die Kraft der queeren Community, für Zusammenhalt über Generationen hinweg und für das gemeinsame Versprechen, die Geschichte von HIV und AIDS lebendig zu halten – als Erinnerung, Mahnung und Auftrag für die Zukunft.*

Video der „Lichter der Erinnerung“:
https://www.youtube.com/watch?v=fI4U_8WBx00


Sonntag: Zentrale Gedenkveranstaltung und Schweigeminute

Am PRIDE-Sonntag lud die AIDS-Hilfe Stuttgart zu ihrer zentralen Gedenkveranstaltung ein. Im Mittelpunkt standen die Menschen, die an den Folgen von HIV und AIDS verstorben waren, sowie die Erinnerung an die Geschichte der AIDS-Krise und die damit verbundenen Schicksale.

  

  

Mit Wortbeiträgen und einer gemeinsamen Schweigeminute wurde Raum für Trauer, Dankbarkeit und Verbundenheit geschaffen. Gleichzeitig wurde an den Mut, die Stärke und die Solidarität jener Menschen erinnert, die sich in Zeiten von Angst, Ausgrenzung und gesellschaftlichem Schweigen füreinander eingesetzt hatten.

Mehr als vier Jahrzehnte nach Beginn der AIDS-Krise wurde deutlich, wie eng die Geschichte von HIV und AIDS mit der Geschichte der queeren Community verbunden war. Das Gedenken erinnerte nicht nur an Verlust und Trauer, sondern auch an Selbsthilfe, Zusammenhalt und den langjährigen Einsatz für Sichtbarkeit, Akzeptanz und Menschenwürde.

Die Veranstaltung richtete den Blick zugleich auf die Gegenwart: Menschen mit HIV waren weiterhin von Ausgrenzung und Diskriminierung betroffen. Solidarität, Aufklärung und gesellschaftliches Engagement blieben deshalb unverzichtbar.

Kurzfristig wurde die Gedenkveranstaltung außerdem um ein Gedenken und eine Schweigeminute für die Betroffenen des Anschlags auf den CSD Berlin ergänzt.

Video der Gedenkveranstaltung:
https://www.youtube.com/watch?v=lnVv06X950Y


Zwei Tage – ein gemeinsames Anliegen

Die beiden Veranstaltungen setzten unterschiedliche Akzente: Während die „Lichter der Erinnerung“ am Samstag durch Musik, persönliche Worte und die besondere Atmosphäre mit Nils Wanderer geprägt waren, stand bei der zentralen Gedenkveranstaltung am Sonntag das gemeinsame Erinnern mit Wortbeiträgen und Schweigeminute im Mittelpunkt.

Gemeinsam machten beide Veranstaltungen deutlich, dass Erinnern nicht nur ein Blick zurück ist. Es verbindet die Geschichte der HIV- und AIDS-Epidemie mit der Gegenwart und erinnert daran, wie wichtig Solidarität, Sichtbarkeit und der Einsatz gegen Diskriminierung auch heute sind.