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Welt-AIDS-Tag 2025 in Stuttgart – Stuttgart hat geleuchtet. Für Solidarität. Für Respekt. Für Aufklärung.
Anlässlich des Welt-AIDS-Tags am 1. Dezember und des 40-jährigen Jubiläums der AIDS-Hilfe Stuttgart haben wir ein Zeichen gesetzt, das weit über die Stadt hinausstrahlt.
Zum 40-jährigen Jubiläum der AIDS-Hilfe Stuttgart und dem bald 20-jährigen von “DUNDU – Giants of Light”, dem weltberühmten Großpuppentheater, gab es zum Welt-AIDS-Tag 2025 eine Premiere in Stuttgart: Mit Vektor, der acht Meter hohen Lichtfigur mit einer roten AIDS-Schleife am Herzen, zog ein bewegendes Spektakel der Solidarität durch die Innenstadt. Vom Start auf der Königstraße über den Weihnachtsmarkt bis zum Eckensee entstand ein Abend voller Gänsehautmomente.
© Stella Schmid
✨ Das rot leuchtende Riesenrad mit aufsteigender AIDS-Schleife
✨ Die ergreifende Stimme von Countertenor Nils Wanderer
✨ Magische Lichtspiegelungen am Eckensee
Der Welt-AIDS-Tag steht für Solidarität mit Menschen, die mit HIV leben, für Aufklärung, den Abbau von Stigmatisierung und für das Gedenken an Menschen, die an den Folgen von AIDS verstorben sind. Auch unser Abend endete in diesem Moment der Stille: An der Gedenkstätte „Namen und Steine“ gedachten wir würdevoll den Verstorbenen.
Wir wollen sichtbar machen:
- HIV ist heute gut behandelbar.
- n = n: Unter Therapie nicht übertragbar
- Menschen mit HIV können lange und gesund leben
- Diskriminierung schadet – Wissen hilft
Gleichzeitig macht der Tag deutlich, dass HIV heute zwar medizinisch gut behandelbar ist – Stigmatisierung aber weiterhin Realität bleibt. Prävention, Tests und Unterstützung sind deshalb unverzichtbar.
*Stuttgart hat gezeigt, wie groß, sichtbar und mutig Solidarität sein kann.
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Danke an alle, die dabei waren – und an die, die diesen Abend möglich gemacht haben, u.a. die Stadt Stuttgart, das Land Baden-Württemberg, DUNDU – Giants of Light, Nils Wanderer, in.Stuttgart, das Ordnungsamt, unsere Fotografin Stella sowie Familie Bruch vom Riesenrad vor dem neuen Schloss! ❤️
Vektor - die 8 Meter große Lichtfigur von DUNDU
Ein Jubiläum, das bewegt – im wahrsten Sinne des Wortes
Seit vier Jahrzehnten leistet die AIDS-Hilfe Stuttgart unverzichtbare Arbeit in Prävention, Beratung, Testangeboten und im Kampf gegen Diskriminierung. Das Jubiläumsjahr macht dieses Engagement so sichtbar wie nie zuvor – im öffentlichen Raum und mit einer symbolischen Kraft, die bundesweit Beachtung finden soll.
Warum Vektor ein starkes Zeichen setzt
Vektor ist nur im Zusammenspiel vieler Menschen beweglich. Die acht Meter hohe Lichtfigur steht damit für menschlichen Zusammenhalt, gegenseitige Unterstützung und gelebte Solidarität – zentrale Werte der HIV-Arbeit seit 40 Jahren. In einer Zeit, in der Menschen mit HIV noch immer Ausgrenzung erfahren, ist dieses Zeichen von außerordentlicher Bedeutung.
Aktuelle Lage: Solidarität bleibt unverzichtbar
Rund 3.200 neue HIV-Diagnosen wurden laut RKI im Jahr 2024 in Deutschland gemeldet. Während die Zahlen stagnieren, geraten Prävention und Beratungsangebote zunehmend unter finanziellen Druck. Kürzungen hätten weitreichende Konsequenzen: weniger Aufklärung, weniger Tests, weniger Unterstützung für Menschen, die sie dringend benötigen. Umso wichtiger ist jetzt ein klares Bekenntnis zu nachhaltigen Strukturen der HIV-Prävention.
Gedenkstätte „Namen und Steine“
Stuttgart setzt ein bundesweit beachtetes Zeichen
Mit dieser außergewöhnlichen Aktion zeigt die Landeshauptstadt Stuttgart, welche Bedeutung sie der HIV-Prävention, Aufklärung und Solidarität beimisst. Zugleich wird sichtbar, dass die AIDS-Hilfe Stuttgart die treibende Kraft hinter diesem Projekt ist: Seit 40 Jahren gestaltet sie die regionale HIV-Arbeit maßgeblich mit – und sendet mit diesem Jubiläumsprojekt ein starkes, weit über Stuttgart hinausreichendes Signal der Solidarität und des Engagements.
Dass AIDS-Hilfe Stuttgart, die Landeshauptstadt Stuttgart, in.stuttgart und die Macher von DUNDU dieses Projekt gemeinsam realisieren, macht deutlich, welche Strahlkraft entsteht, wenn Zivilgesellschaft, Kommune und Kunst zusammenwirken. Die Aktion zeigt: Die AIDS-Hilfe Stuttgart setzt Maßstäbe, wie gesellschaftliche Verantwortung modern, kreativ und inklusiv gestaltet werden kann – und tut dies mit einer Wirkung, die bundesweit Beachtung findet.
Von Solidarität zum Gedenken
Nach Erreichen des Riesenrads wandelte sich der Zug in einen stillen Trauer- und Gedenkzug. Gemeinsam ging es weiter zur Gedenkstätte „Namen und Steine“ an der Oper. Dort wurde jenen Menschen gedacht, die an den Folgen von HIV und AIDS verstorben sind. Der Übergang von kraftvollem Zeichen zu würdigem Erinnern hat Hoffnung, Verantwortung und Gemeinschaft auf besondere Weise miteinander verbunden.
Weitere Auskünfte erteilt gerne:
- Bernd Skobowsky, Dipl. Ökonom Intern. Business (FH), Mitglied der Geschäftsführung, AIDS-Hilfe Stuttgart e.V.,
E-Mail: bernd.skobowsky@aidshilfe-stuttgart.de, Tel.: 0711/22 46 9-11.
