Ausdruck von www.aidshilfe-stuttgart.de am 07.07.2022:

Hocketse der AIDS-Hilfe Stuttgart e.V.

Seit 1992 findet jährlich, die Hocketse – das traditionelle Straßenfest – der AIDS-Hilfe Stuttgart e.V. statt. Der Begriff Hocketse stammt aus dem Schwäbischen und bedeutet so viel wie “da sitzen sie” -“da hocketse“. Eine landestypische Beschreibung also für eine Festgesellschaft, die gemütlich beieinander sitzt.

“präventHIV” – 24. Hocketse der AIDS-Hilfe Stuttgart e.V.

Hier gibt es Informationen zu “präventHIV” – 24. Hocketse der AIDS-Hilfe Stuttgart e.V. am 25. und 26.07.2015!

  

  

Die Hocketse der AIDS-Hilfe Stuttgart e.V. ist ein in ganz Europa einmaliges Benefiz-Straßenfest. Es dient der HIV-Prävention. Die Erlöse gehen an die AIDS-Hilfe Stuttgart e.V. Vieles wird für dieses Fest ehrenamtlich organisiert. Die Hocketse ist eine Veranstaltung für alle sozialen Schichten sowie insbesondere für Menschen mit HIV und AIDS.

Alle Jahre wieder füllen Zehntausende von Gästen Markt- und Schillerplatz sowie die Kirchstraße unserer Landeshauptstadt Stuttgart. Vom späten Samstagnachmittag bis zum späten Sonntagabend wird gehockt, flaniert, geguckt, geplauscht, gegessen, getrunken und den Darbietungen auf Bühne und Plätzen zugeschaut. Freude und Spaß werden auf der Hocketse aber auch mit Gedenken und HIV-Präventionsarbeit kombiniert. Die Hocketse der AIDS-Hilfe Stuttgart e.V. ist mittlerweile schon ein traditioneller Beitrag zur Stadtkultur und -politik.

Das kulturelle Programm der zweitägigen Hocketse ist auf Markt- und Schillerplatz aufgeteilt. So steht der Marktplatz mit seiner Kulturbühne für ein bunt gemischtes Programm aus Bands und Solokünstler/ innen, Performances lokaler Gruppen und Vereine sowie den programmatischen Redebeiträgen der AIDS-Hilfe Stuttgart e.V. zum Thema HIV und AIDS. Der Schillerplatz lockt mit seiner legendären OpenAir-Disco, die von den besten DJs der Stadt bestritten wird.

Gastronomische Angebote für jeden Geschmack sowie zahlreiche Informationsstände von Interessensorganisationen sowie der AIDSBeratung und –Aufklärung runden das Programm ideal ab.

  

  

Der Begriff „Hocketse“ ist eine schwäbische Erfindung aus der Zeit, als das Wort „Party“ noch keinen Eingang in den Wortschatz der Deutschen gefunden hatte. Da Mann und Frau sich auch im Schwäbischen gerne treffen, um zu reden und zu tratschen, wurde ein Wort gesucht, das zugleich eine heimelige Atmosphäre vermittelt und Öffentlichkeit schafft. Eine Hocketse ist also ein öffentliches gemütliches Beisammensein, bei dem man den Herrgott einen guten Mann sein lässt und sich über ihn und die Welt bei Essen, Trinken und Unterhaltung auslässt.

  

  

Die erste Stuttgarter Hocketse für Menschen mit HIV/AIDS fand auf dem Stuttgarter Wilhelmsplatz statt. Es war eine Art Familienfest, bei dem sich auch HIV-positive Menschen ohne Angst vor Ausgrenzung treffen konnten. Die Idee wurde 1992 von der AIDS-Hilfe Stuttgart e.V. fortgeführt, die seither – zunächst auf dem Schiller und später auf dem Markt- und Schillerplatz, also im Zentrum Stuttgarts – die Hocketse der AIDS-Hilfe Stuttgart e.V. veranstaltet.

  

  

Die ersten Hocketsen auf dem Schillerplatz waren noch keine Großevents. Damals war die Hocketse der AIDS-Hilfe Stuttgart e.V. ein größeres „Dorffest“, das von Wirtinnen und Wirten sowie den damals aktiven lesbisch-schwulen Organisationen getragen wurde. Die Grundidee ist bis heute dieselbe geblieben, wenn auch die schiere Größe eine andere Ausprägung der Veranstaltung erfordert. Die AIDS-Hilfe Stuttgart e.V. musste sowohl vom zu groß gewordenen wirtschaftlichen Risiko als auch vom organisatorischen Aufwand der Hocketse entlastet werden. Weder durfte eine verregnete Hocketse Zahlungsfähigkeit und Gemeinnützigkeit der AIDS-Hilfe Stuttgart e.V. gefährden noch durfte unter der enormen Organisationsleistung für die Hocketse die Sozialarbeit leiden.

Durch die Bereitschaft der Standbetreiber, einen Mindesterlös für die AIDS-Hilfe Stuttgart e.V. durch Standgelder zu garantieren und das Engagement von Sponsoren, konnte das wirtschaftliche Risiko auf viele Schultern verteilt werden. Nur dadurch war der Fortbestand der Hocketse auch in der gewachsenen Größe noch möglich.

Weitere Auskünfte zur Hocketse der AIDS-Hilfe Stuttgart e.V. erteilt gerne:

  • Franz Kibler M.A., Sozial- und Verhaltenswissenschaftler (Univ.), Geschäftsführer, AIDS-Hilfe Stuttgart e.V., E-Mail: franz.kibler@aidshilfe-stuttgart.de, Tel.: 0711/22 46 9–27.

(Stand: Februar 2015)